Der standhafte Zinnsoldat

E I N E   K L E I N E   G E S C H I C H T E   Ü B E R   D I E   G R O ß E   L I E B E 


Eines Tages bekommt ein kleiner Junge 25 Zinnsoldaten zum Geburtstag geschenkt, alle sind gleich, außer einem er hat nur ein Bein. Dieser verliebt sich in eine Ballettänzerin, die in einem Papierschloß lebt. „Und dann hob sie das eine Bein so hoch in die Luft, daß der Zinnsoldat es gar nicht finden konnte und meinte, sie habe nur ein Bein, genau wie er. Da dachte er, das wäre eine Frau für mich!“ Der Soldat kann die Augen nicht von ihr lassen.


Er wird jedoch von einem Troll ermahnt, sie in Ruhe zu lassen, da sie ihm gehöre! Durch den Fluch des Trolls oder durch einen Windstoß – so genau wissen wir das nicht - fliegt der Zinnsoldat aus dem Fenster und landet vor den Füßen eines Straßenjungen.


Dieser schickt ihn in einem aus Papier gefalteten Boot auf die Reise. Durch den starken Regen, wird die anfangs ruhige Reise zu einem schnellen Fluß und entgleitet dem Jungen. Das Wasser im Rennstein landet in einer Öffnung und der Zinnsoldat befindet sich plötzlich unter der Straße, wo eine dicke fette Ratte sich ihm in den Weg stellt.


Aber ob des starken Sog des Wassers überwindet er die Ratte und landet letztlich im Meer bei den Fischen. Dort wird der Zinnsoldat von einem Fisch gefressen und wie durch ein Wunder landet der Fisch in der Wohnung des kleinen Jungen vom Anfang der Geschichte. Wie die Geschichte endet – und sie endet glücklich – erfahren die Zuschauer in der „kleinen Geschichte über die große Liebe“ von ANDERSENs KOFFER THEATER.


Die Geschichte zeigt uns alle Facetten des Lebens als Kaleidoskop mit spiegelnden und glitzernden Elementen, Gefühlen wie Eifersucht, Angst und Einsamkeit und trotz seines „Handikap“ hält der Zinnsoldat an seinen Träumen fest und erlebt in seinem Anderssein eine Kraft, die ihm eine große Entwicklung ermöglicht. Die Tänzerin, die er als Verbündete erlebt – ist Projektionsfläche für seine Träume und eine darin innewohnende Kraft. So gibt uns das Märchen nicht nur spannende Unterhaltung, sondern auch die Gewißheit der Wirkung unserer Träume.


Ungeduld

Ich schnitt es gern in alle Rinden ein,
Ich grüb es gern in jeden Kieselstein,
Ich möcht es sä'n auf jedes frische Beet
Mit Kressensamen, der es schnell verrät,
Auf jeden weißen Zettel möcht ich's schreiben:
Dein ist mein Herz und soll es ewig bleiben.

Ich möcht mir ziehen einen jungen Star,
Bis daß er spräch die Worte rein und klar,
Bis er sie spräch mit meines Mundes Klang,
Mit meines Herzens vollem, [heißen]1 Drang;
Dann säng er hell durch ihre Fensterscheiben:
Dein ist mein Herz und soll es ewig bleiben.

Den Morgenwinden möcht ich's hauchen ein,
Ich möcht es säuseln durch den regen Hain;
Oh, leuchtet' es aus jedem Blumenstern!
Trüg es der Duft zu ihr von nah und fern!
Ihr Wogen, könnt ihr nichts als Räder treiben?
Dein ist mein Herz und soll es ewig bleiben.

Ich meint, es müßt in meinen Augen stehn,
Auf meinen Wangen müßt man's brennen sehn,
Zu lesen wär's auf meinem stummen Mund,
Ein jeder Atemzug gäb's laut ihr kund,
Und sie merkt nichts von all dem bangen Treiben:
Dein ist mein Herz und soll es ewig bleiben.
Wilhelm Müller




ANDERSENs KOFFER THEATER ist ein aufsuchendes Theater. Es bietet seine Geschichten im gewohnten Umfeld der Kinder an. Die kleinen Zuschauer lassen sich gerne von der sinnlichen und farbenfrohen Ausstattung verzaubern. Dabei ist die Bühne ein kompaktes System von Verstecken und Überraschungen - sie ist Kaleidoskop der Träume des Zinnsoldaten und der Ort der Geschichte.



Andersens Koffer Theater
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12101 Berlin
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FAX: 030. 788 977 33